Corona: Wir brauchen einen langen Atem

Für Corona brauchen wir einen langen Atem,

länger als wir vielleicht im März noch gedacht haben. Und eine Veranstaltung nach der anderen wird abgesagt: Sportfest, Frühlingssingen, Schützenfest – die Liste ließe sich beliebig erweitern. Das macht  wirklich traurig. Da ist es wichtig sich klar zu machen was erreicht ist. Schaut Euch mal die Entwicklung der Neuinfektionen in den Landkreisen von Anfang März bis heute an. Hier ist der Link zu einer Zeitrafferanimation:

https://www.t-online.de/nachrichten/panorama/id_87859712/corona-im-zeitraffer-so-entwickeln-sich-neuinfektionen-in-deutschland-.html

Mich hat diese Animation trotz der Werbung, die man sich ansehen muss, sehr beeindruckt. Wenn ich sehe, wie sich die Landkreise allmählich gefährlich rot einfärben und wie diese Färbung im April langsam zurückgeht, dann weiß ich: Es hat sich gelohnt, dass wir alle die Anstrengungen und Einschränkungen auf uns genommen haben.

Ich habe in der Vergangenheit schon zwei gefährliche Grippen erlebt: Die asiatische Grippe 1957/58 und die Hongkong-Grippe 1968-70. Beide Grippen waren nicht so gefährlich wie Corona, aber trotzdem können wir sie in der Statistik von Brakelsiek finden:

Von 1949 bis 1970 gab es in Brakelsiek immer mehr Getaufte (=Geborene) als Bestattete (=Gestorbene). Nur in den Grippejahren starben mehr Menschen als Babys geboren wurden.

Auch diese Grafik ermahnt uns, vernünftig zu sein und die Corona-Regeln einzuhalten. Auch wenn es unendlich schade ist, dass wir auf so schöne Feste verzichten müssen.

In diesem Sinn: Passt auf Euch auf und bleibt gesund.

Friedrich Dreier

P.S.: Die Tafel der Geborenen und Gestorbenen stammt aus unserer Dorfchronik von Prof. Karl Eckart; das Titelbild ist eine Momentaufnahme aus dem angegebenen Link.

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